Bevor man irgendwo ankommt, muss man woanders abgereist sein! In diesem Sinne verließen wir um 07.30 Uhr die MS Nile Serenity, um mit dem Bus Richtung Safaga zu starten. Im Rückblick auf unsere Woche an Bord frage ich mich erneut, warum man im frei gewählten Urlaub ständig so früh aufstehen muss! Im Bus ergatterten wir die besten Plätze in den letzten Reihen, so wie wir es auf zahllosen Klassenfahrten gelernt hatten. Dabei setzen wir uns gegen starke Mitwettbewerber durch.

Ein Zwischenhalt nach zwei Stunden Fahrtzeit durfte auch dieses Mal nicht fehlen! Beim örtlichen Wucherer konnten Kaltgetränke erworben werden, die anscheinend in Dosen aus reinstem Silber abgefüllt waren. Im Bus bekamen wir die gleiche Bestellung für 1/4 des Preises.
Um 11.30 Uhr kamen wir im Resort an, doch der Anfang gestaltete sich etwas, in sag mal, zögerlich. Da Check-in offiziell erst ab 14.00 Uhr ist, haben wir die Lobby ausgiebig bewundern können. Ich selbst sehe mich nun in der Lage, die Lobby maßstabsgetreu zu zeichnen. Bei den Namen der ca. 38 Hilfskräfte tue ich mich aber schwer.
Punkt 14:54:56 hatten wir die herbeigesehnten Zimmerkarten in der Hand. Voller Vorfreude betraten wir die Zimmer, die auch als „Schlafbox“ weltweit bekannt sind. Die Tatsache, dass ich das Leben aus dem Rucksack dienstlich gelernt habe, half dabei diese Situation zu meistern. Die Zimmer sind schon ein wenig in die Jahre gekommen, haben aber einen deutlich höheren Qualitätswert als die vielen Tempelanlagen, die wir letzte Woche sahen.
Der erste Rundgang machte deutlich, das wohl ein großes Zimmerkontingent nach Osteuropa vertickt wurde. Die gewohnt ruhig und zurückhaltend agierenden Zeitgenossen waren überall. Nun denn, es ist nun einmal so und davon lassen wir uns nicht unterkriegen.
Für morgen Vormittag habe ich mich zum Tauchen angemeldet. Dort werde ich mit hoher Wahrscheinlichkeit von den slawischen Sprachwundern verschont bleiben.
Ich werde berichten!