
Diese Situation hat jeder von uns schon einmal erlebt. Die letzten Tage vor einem innig erwarteten Event/Ereignis können sich unendlich in die Länge ziehen. Ein Arbeitstag hat dann nicht die normalen 8 bis 9 Stunden Arbeitszeit sondern eine „gefühlte tägliche Arbeitszeit“ von mindestens 28,5 Stunden! Mit der reinen Vorfreude lässt sich das allerdings nicht erklären, denn die Vorfreude ist ja grundsätzlich ein positiv besetzter Begriff. Es ist aber auch nicht die Freude an der Arbeit, die uns dazu treibt, noch möglichst viel vor diesem besonderen Tag zu erledigen. Es muss also irgendetwas ganz anderes sein, welches uns das Zeitempfinden so durcheinander bringt.
So ist es auch bei dem nunmehr bevorstehenden Ereignis, unserer „Nilkreuzfahrt und Safaga-Tour 2026“, das am 2. Oktober startet. Die Tage in der Dienststelle zogen sich wie Kaugummi. Selbst die Zeit zwischen der Mittagspause und dem Dienstschluss, die in der Regel eher verfliegt als stockt, erlebe ich derzeit im Zeitlupenmodus. Erschwerend kommt hinzu, dass auch der Heimweg deutlich länger dauert oder zumindest als länger empfunden wird. Natürlich ist gerade in dieser Vorurlaubsphase der Lkw-Verkehr besonders dicht und langsam. Und die Baustelle, welche die Zufahrt zur B 213 sicherstellt, ist natürlich in der finalen Woche wegen Bauarbeiten gesperrt. Das die Umleitung durch die Stadt Cloppenburg die Zeit auf der Straße unnötig verlängert, liegt nicht nur an der „soeben und bösartig“ eingerichteten 30 km/h-Regel im Innenstadtbereich, sondern an der Tatsache, dass in einer Vorurlaubsphase eine weitere Zeitzone Gültigkeit erlangt.
Was kann man also dagegen unternehmen? Ich befürchte, dass es da keine wirklich sichere Methode gibt. Vielleicht muss man einfach rechtzeitig vor der geplanten Reise einen Vorurlaub einführen, um diesem Phänomen erfolgreich entgegenzuwirken. Oder einfach durchatmen und alles über sich ergehen lassen!